Baukosten des Musikzentrums

Die Baukosten für das Musikzentrum sollen ein Investitionsvolumen von 33,3 Mio. Euro nicht überschreiten und setzen sich wie folgt zusammen:

2,4 Mio. Euro Stadt Bochum
2,0 Mio. Euro städt. Spenden durch Stadtwerke und Sparkasse
12,3 Mio. Euro Private Spenden
0,5 Mio. Euro NRW Kulturetat
6,5 Mio. Euro EU-Fördermittel (Ziel 2)
9,6 Mio. Euro NRW-Fördermittel Stadtentwicklung für Umbau Marienkirche
33,3 Mio. Euro Gesaminvestitionen

Zu den bereits angeführten städtischen Investitionen kommen noch die Investitionskosten zum Kauf der Marienkirche und der Jahrhunderthalle hinzu, ohne die keine Fördermittel für das MZ fließen:

1,0   Mio. Euro Grundstückserwerb “Konzerthaus”
2,17 Mio. Euro Kauf Jahrhunderthalle
2,4   Mio. Euro Stadt Bochum für das MZ (s.o.)
2,0   Mio. Euro städt. Spenden durch Stadtwerke und Stadt Bochum (s.o.)
7,57 Mio.* Euro Gesamtkosten der Stadt für Projekt Musikzentrum 

Durch den Bau des Musikzentrums erhöht sich das Vermögen der Stadt um den Wert des Gesamtgebäudes (inkl. Marienkirche) und seiner Einrichtung (ca. 33 Mio). Dieses erhöht sich ebenfalls durch den Kauf der Jahrhunderthalle, deren Bilanzwert schwer zu schätzen ist. Bisher wurden vom Land etwa 80 Mio. in den Komplex investiert, weitere 12 Mio. sollen noch folgen.

Für die entsprechenden Investitionen muss die Stadt neue Schulden aufnehmen. Dadurch entstehen Zinskosten in Höhe von 264.950 EUR/ Jahr bei 3,5% Zinsen.

Sollten die avisierten Baukosten um 10% steigen, sind weitere 3,3 Mio. EUR zu bezahlen.

*Laut der Stiftung für die Symphonie ist auch das städtische Unternehmen VBW auch Stifter des Musikzentrums. Der von der VBW bereit gestellte Betrag ist der Öffentlichkeit jedoch bisher leider nicht bekannt, muss aber den Investitionskosten noch hinzugerechnet werden.

Die folgenden Darstellungen sind daher in Teilen unvollständig bzw. unzutreffend:
Kulturdezernent Townsend
Symphonie Bochum 

 

Überdies kann das Musikzentrum aufgrund bestehender Kostenrisiken bis zu 12 Mio. Euro teurer werden, denn  bei der bisherigen Kostenkalkulation blieben die Kosten wesentlicher Ausgabenpositionen unberücksichtigt, insbesondere:

  • Bau der Verwaltungsräume für die Symphonie und das Musikzentrum: zusätzlich 0,6 – 0,8 Mio. Euro.
  • Ablösung oder Bau der gem. § 51 BauO NW nachzuweisenden ca. 230 Parkplätze: zusätzlich 1,15 – 1,85 Mio. Euro.
  • Einbau einer technischen Anlage so dass auch elektronisch verstärkte Musik (Rock-, Pop-, Jazz, Weltmusik u.a.) aufgeführt werden kann oder Podiumsdiskussionen stattfinden können: zusätzlich 20.000 – 100.000 EUR

Weiterhin wurde bisher keine Risikokalkulation für die insbesondere aus dem Altbau Marienkirche resultierenden baulichen Risiken vorgenommen. Z.B.:

  • Ggf. erforderliche Verfüllung von Stollen und Bunkern, sowie daraus resultierende bautechnisch komplizierte Gründung
  • Rissschäden Marienkirche
  • Änderung der anzusetzenden Qualitätsmerkmale und -standards (z.B im Brandschutz)

Letztendlich weist die Kostenkalkulation im städtischen Baukostengutachten erhebliche Risiken auf, die sich zu Mehrkosten von bis zu 12 Mio. EUR summieren können und für die letztlich die Stadt aufkommen muss. Da realistisch anzunehmen ist, dass einige der aufgezeigten Risiken eintreten werden, darf eine Einhaltung der Kostengrenze von 33,3 Mio. unter den Bedin­gungen, die der Baubeschluss vorsieht, als unrealistisch angenommen werden.

Eine ausführliche Darstellung zu den Baukosten und Risiken können Sie dem folgenden Gutachten entnehmen:
Teil 2 – Kostenrisiken bei den Baukosten des Musikzentrums

2 Gedanken zu „Baukosten des Musikzentrums

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